Gepulste Radiofrequenztherapie bei Diskusläsionen

Chronische Rückenschmerzen haben viele Ursachen: Neben Facettengelenksschäden und Bandscheibenvorfällen können auch degenerative Veränderungen des Bandscheibengewebes chronische Schmerzen auslösen.

Die Bandscheiben (Discus intervertebralis) sind flexible Verbindungen zwischen den Wirbeln. Sie setzen sich aus zwei Teilen zusammen:

  • Der äußere Faserring besteht aus Schichten kollagener Bindegewebsfasern, die nach innen in Faserknorpel übergehen.
  • Der innere Gallertkern ist ein zellarmes, gallertiges Gewebe mit hohem Wassergehalt.

Im äußeren Faserring der Bandscheibe können durch Verschleiß kleine Einrisse entstehen. Darin bildet sich während der Wundheilung weiches Bindegewebe, in das Nerven und Gefäße hineinwachsen. Diese sensiblen Nerven können für einen andauernden Schmerz verantwortlich sein.

Behandlung mit der intradiskalen elektrothermalen Therapie (IDET)

Mit einer Thermokoagulationsbehandlung, der sogenannten intradiskalen elektrothermalen Therapie (IDET), ist es möglich, die schmerzsensiblen eingewachsenen Nervenstrukturen auszuschalten. Außerdem wird dadurch der äußere Faserring wieder stabilisiert.

Das Verfahren ist risikoarm und kann ambulant durchgeführt werden. Über die sfm Radiofrequenz-/Thermoläsionskanüle wird eine feine Thermosonde in den betroffenen Teil des äußeren Faserrings eingeführt. Hat man die exakte Platzierung der Sonde sichergestellt, wird sie über 15 Minuten langsam erwärmt und anschließend wieder entfernt.

Behandlung mit gepulster Radiofrequenztherapie (PFRT)

Neben der klassischen Radiofrequenztherapie zur thermischen Läsion schmerzleitender Nerven wenden Schmerztherapeuten auch die gepulste Radiofrequenztherapie an. Sie ist ein bewährtes Verfahren zur Therapie chronischer Schmerzen an Nerven und Gelenken. Auch bei dieser gewebeschonenden Technik kann die sfm Radiofrequenz-/Thermoläsionskanüle eingesetzt werden. Dabei wird der hochfrequente Strom nicht kontinuierlich in das Zielgebiet geleitet, sondern in kurzen Intervallen von etwa 20 Millisekunden verabreicht. Am Zielort werden dadurch maximal 40 °C erreicht. Diese Behandlung führt nicht zu einer Zerstörung, sondern zu einer Desensibilisierung der betroffenen Nervenbahnen. Die schonende Technik unterdrückt die Reizleitung für eine Dauer von einigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren.

Vorteile der gepulsten Radiofrequenztherapie mit der sfm Radiofrequenz-/Thermoläsionskanüle

  • Gewebeschonendes Verfahren
  • Geringe Einstichkräfte dank optimaler Schliffgeometrie und einem glatten Übergang zum beschichteten Kanülenbereich
  • Minimierung von Schmerzempfinden und posttraumatischer Belastung durch den glatten Übergang zur Kanülenbeschichtung
  • Bestmögliche Navigation zur zielgerichteten Koagulation wegen des Designs und der Realisierung des Kanülenhalters
  • Optimale Anpassung des Koagulationsfeldes wegen der Vielzahl möglicher Ausführungsvarianten
  • Behandlung mehrfach wiederholbar

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